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Warum VKM - und wie fing es an?
Wie häufig - eine Entwicklung, die sich aus den Gegebenheiten heraus als notwendig erwies.

Eltern mit behinderten Kindern, und hier als Initiatoren die Eheleute Karl-Heinz und Inge Heemann, sahen es als ihre Aufgabe an, ihren behinderten Kindern eine Zukunft zu gestalten, in der sie ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung führen können.

"Geschichte des Vereins"


Um diese Aufgabe zu realisieren, entwickelte sich 1966 aus dieser Elterninitiative der "Verein zur Förderung spastisch gelähmter und anderer körperbehinderter Kinder e.V.".

Die ehrenamtlichen aktiven Eltern bemühten sich in der Anfangszeit sehr intensiv in Zusammenarbeit mit der Stadt und den freien Trägern darum, einen Kindergarten zu gründen, in dem körperbehinderte Kinder betreut wurden. Aus diesem Begehren erwuchs schon im Herbst 1967 der heilpädagogische Kindergarten in der Brabantstraße unter der Trägerschaft der Caritas. Als weitere Entwicklung war es naheliegend, dass der Verein die Funktion als Förderverein für die Rheinische Schule für Körperbehinderte in Aachen übernahm.

Ein nächster großer Schritt war die Durchführung von Ferienfahrten für Kinder mit Behinderung - eine wahrhaft große Aufgabe, die der ehrenamtliche Vorstand mit Karl-Heinz Heemann als Vorsitzendem in der Organisation zu leisten hatte. Bis zu ca. 10 Gruppen von jeweils ca. 5 - 7 Behinderten und eine entsprechend fast gleiche Zahl an ehrenamtlichen Betreuern wurden jedes Jahr auf die Reise geschickt. Die starke Nachfrage ließ diesen Bereich in kürzester Zeit enorm wachsen, und schon bald erwarb der Verein in De Haan ein Ferienhaus, das für Urlaube mit behinderten Kindern geeignet war und jederzeit genutzt werden konnte.

Im Jahre 1996 übernahm der Verein die Trägerschaft für die Kindertagesstätte in der Talbotstraße - erst jetzt wurden die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter eingestellt.

Die KiTa mit ihren 15 behinderten und 30 nicht behinderten Kindern beschäftigte von Anfang an neben den Erzieherinnen auch Logopädinnen und Krankengymnastinnen.

Für die heranwachsenden behinderten Kinder wurde es als logische Konsequenz gesehen, ein Wohnheim zu schaffen, in dem jungen Menschen mit Schwer- und Schwerstbehinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden konnte. Der Bau eines Wohnheimes in Verlautenheide konnte nach langen Vorbereitungen angegangen werden.

Da die Aufgaben und die Struktur des Vereins mit dem umfangreichen Schwerpunkt, Sorge für behinderte Kinder zu tragen, sich mehr und mehr auch auf die heranwachsende Generation verlagerte, wurde der Name des Vereins in "Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V." geändert. Diese Bezeichnung spiegelt besser den Inhalt der heutigen Aufgaben wieder.

Im Oktober 1998 gab es seit der Gründung einen Wechsel im Vorsitz des Vereins. Ein neu gewählter Vorstand übernahm den Verein unter dem Vorsitz von Maria Poquett.

Im Herbst 1999 zogen 23 junge Menschen mit Behinderung in das "Karl-Heinz-Heemann" Haus in Verlautenheide. Kurz darauf schloss sich die Sanierung des anliegenden Altbaus "Gut Knapp" an, wo 3 Wohneinheiten des Betreuten Wohnens eingerichtet wurden. Dieses Projekt "Betreutes Wohnen" wurde nun ebenfalls in der Stadt ausgeweitet.

Mit steigendem Bedarf an ambulanter Hilfe weitete der Verein 2002 sein Angebot aus durch das neu gegründete Projekt "FuD" - Familien unterstützender Dienst - für Menschen mit Behinderung, die noch in ihren Familien leben. Junge Menschen mit Behinderung haben dadurch die Möglichkeit, selbständige Freizeitaktivitäten mit Unterstützung unserer Mitarbeiter durchzuführen.

Aus diesen Aktivitäten ergab sich der Wunsch, Unternehmungen mit mehreren Menschen mit Behinderung zu organisieren. Es wurden, je nach Interessenslage, Gruppen gebildet, die mit Hilfe von ehrenamtlichen Betreuern gemeinsame Stunden miteinander verbringen können. Erwähnt sei z.B. die Bowlinggruppe oder das Angebot im vereinseigenen Internetcafé.

Aus den Wurzeln engagierter Eltern ist in 40 Jahren ein etablierter Verein der Behindertenhilfe gewachsen. Getreu unseres Leitbildes "Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar" arbeiten wir weiter und freuen uns über den nächsten Meilenstein, die Eröffnung des ZaD.

Karl-Heinz Heemann verstarb am 01.08.2005 - Wir werden die Ideen seiner Arbeit fortsetzen.

Maria Poquett


So fingen wir an..

Das eigene behinderte Kind war Anlass, sich deutlich darüber bewusst zu werden, dass das Geschenk der eigenen Gesundheit eine innere Verpflichtung darstellt, sich für die Menschen mit Behinderung einzusetzen.

So wurde im Oktober 1966 aus einer Initiative betroffener Eltern in Aachen der "Verein zur Förderung spastisch gelähmter und anderer körperbehinderter Kinder e.V." gegründet.

Das gesamte Engagement dieser ausschließlich ehrenamtlichen Mitglieder entsprang der im christlichen Glauben wurzelnden Verpflichtung, für Kinder mit Behinderung einzutreten und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Freizeitaktivitäten und Ferienreisen ins In- und Ausland, ab 1979 sogar in das vereinseigene Ferienhaus in "De Haan", boten Kindern mit Behinderung neue Erfahrungen und Erholung. Sie entlasteten gleichzeitig die Eltern.


"Das sind wir heute"

Aus dem Elternverein entwickelte sich der Verein zur Förderung Körper- und Mehrfachbehinderter e.V. - der "VKM". Er ist Träger verschiedener Einrichtungen, in denen ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiter für Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung tätig sind.

Wir sind ein lebendiger, offener Verein, jung und weiterhin in Entwicklung. Das Wesentliche ist geblieben: Wir haben das Wohl der Menschen mit Behinderung im Auge, setzen uns für sie ein und begleiten sie unterstützend.

Was uns leitet..

Wir wollen, dass ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag selbstverständlich wird.

In unserem Verein leben wir die gegenseitige Akzeptanz und üben Integration. Das Miteinander von Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeiter/Innen ergibt im VKM eine ausgewogene Gemeinschaft, in der jeder vom anderen profitiert. Das ist unsere Stärke.

Der Gedankenaustausch und Informationsfluss zwischen den verschiedenen Einrichtungen des VKM garantiert die Ausrichtung auf gemeinsame Ziele.

Die Arbeit im VKM ist für uns nicht nur Auseinandersetzung mit der Behinderung, wichtig sind auch Humor und Spaß. Daraus schöpfen wir Kraft für unsere Arbeit.

Wir setzen uns ein !

Der VKM engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen.

Ziel unserer Beratung, Betreuung und Assistenz ist es, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Betroffenen zu fördern und ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken.

Wir bieten an:


Der VKM richtet seine Angebote flexibel am Bedarf der Menschen mit Behinderung aus. Die Orientierung an den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen bestimmt unsere tägliche Arbeit.

Unsere Berufs- und Lebenserfahrung ist die Grundlage für die individuelle Begleitung. Qualifizierte Fort- und Weiterbildung sichert den hohen Standard unserer Arbeit. Klarheit und Transparenz kennzeichnen professionelles Handeln.

Wir packen es gemeinsam an !

Der VKM ist ein wichtiger Baustein und verlässlicher Partner im sozialen Gefüge der Stadt und des Kreises Aachen.

Die Zusammenarbeit des VKM mit seinen Partnern ist geprägt durch Offenheit. Das heißt für uns, dass wir andere Meinungen hören und einbeziehen und für die Vielfalt eintreten.

"Wir bleiben in Bewegung.."

Der VKM setzt sich in Zusammenarbeit mit dem Landes- und Bundesverband politisch für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. Wir werden uns nicht eher zufriedengeben, bis die Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung realisiert ist und Hindernisse abgebaut sind.

Wir werden weiterhin zukunftsorientiert neue Konzepte und Angebote entwickeln und Integration leben.

Leitbild

Impressum


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